Raucherzähne weiss bekommen: Diese Möglichkeiten gibt es

Obwohl Rauchen erwiesenermaßen schädlich für den gesamten Körper ist, genießen viele Menschen immer noch den Geschmack der Zigarette. Allein in Deutschland sind knapp 24 Prozent der über 18-jährigen Raucher (Quelle: Bundesgesundheitsministerium).

Einer der unschönen Nebeneffekte des Rauchens sind die verfärbten Zähne.

Meistens sind es oberflächliche Teer- und Nikotinablagerungen, nach langer Raucherkarriere aber auch tiefliegende Verfärbungen des Zahnschmelzes.

Egal, ob Sie Genussraucher sind, oder schon mit dem Rauchen aufgehört haben: Hier finden Sie die 10 besten Tricks, um Ihre Zähne von den Raucherverfärbungen zu befreien.

In diesem Beitrag erfahren Sie

  1. Zahnreinigung
  2. Ernährung
  3. Kaugummis
  4. Backpulver
  5. Zahncrems
  6. Zahnbürsten
  7. Ästhetische Zahnmedizin
  8. E-Zgaretten

1. Professionelle Zahnreinigung

Das wirksamste Mittel gegen Raucherverfärbungen ist eine professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt.

Die Zähne werden gereinigt und Nikotin-Ablagerungen auf dem Zahnschmelz mit einem Pulverstrahlgerät entfernt. Die anschließende Politur glättet und versiegelt die Zahnoberfläche.

Das hilft, neue Ablagerungen zu verhindern.

Lassen Sie eine Zahnreinigung mindestens alle sechs Monate und bei Bedarf auch öfter vornehmen.

2. Die richtige Ernährung

Zähne lieben feste Nahrung.

Frisches Obst und Gemüse, Vollkornbrot, Nüsse und Hülsenfrüchte – alle Lebensmittel, die den Zähnen richtig viel Arbeit geben, tragen auch zu deren Pflege bei. Durch die harte Oberfläche werden Ablagerungen abgetragen – die Zähne werden schon beim Kauen automatisch gereinigt.

Vorsicht bei zu viel Obst! Die Säure kann langfristig die Zähne beschädigen. Achten Sie also auf eine ausgewogene Abwechslung.

3. Zahnpflege-Kaugummis

Zahnpflege-Kaugummis mit Mikropartikeln reinigen die Zahnoberfläche und entfernen (Nikotin-)Verfärbungen. Außerdem wird der Speichelfluss durch das Kauen erhöht, was eine spülende Wirkung hat.

Zahnpflege-Kaugummis helfen zudem, lästige Geruchsbildung im Mund zu verhindern.

Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass Sie Kaugummis ohne Zucker wählen! Empfehlenswert sind vor allem Produkte, die anstatt Zucker den Stoff Xylit (Xylitol) enthalten.

4. Vorsicht bei Backpulver!

Im Internet kann man immer wieder lesen, dass Backpulver die Zähne aufhellt.

Es stimmt zwar, dass das Backpulver eine leicht bleichende Wirkung hat, doch muss die Anwendung vorsichtig und in Maßen erfolgen. Wenn überhaupt, sieht man den aufhellenden Effekt erst nach langer Anwendung.

Besser ist es, die Zähne unter professioneller Betreuung bei Ihrem Zahnarzt bleichen zu lassen.

5. Whitening-Zahncremes

Auch wenn viele Zahnärzte von Whitening-Zahncremes eher abraten, sind sie doch ein geeignetes Mittel, Zahnverfärbungen zu entfernen und die Zähne aufzuhellen.

Die Zahncremes enthalten Mikropartikel, die wie Schmirgel-Papier die Oberfläche der Zähne schmirgeln. Verfärbungen werden einfach abgerieben.

Wichtig ist dabei, dass Sie die Whitening-Zahncreme im Wechsel mit einer fluoridhaltigen Zahncreme (zum Beispiel gegen sensitive Zähne) verwenden, um die Oberfläche zu versiegeln.

Beim Putzen mit der Whitening-Zahncreme ist es außerdem wichtig, die Zahnbürste nicht zu fest auf die Zähne zu drücken. Falls Ihre Zähne empfindlich auf Kälte werden, setzen Sie die Anwendung unbedingt aus.

6. Zahncremes mit Aktivkohle

Aktivkohle-Tabletten haben viele Menschen in ihrer Reiseapotheke.

Sie werden bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen oder Vergiftungen eingenommen. Das Prinzip dahinter ist, dass die Aktiv-Kohle die giftigen Stoffe aufnimmt und bindet.

Ähnliches passiert im Mund, wenn Sie Ihre Zähne mit Aktiv-Kohle-Zahncreme putzen. Die Kohlepartikel haben einen Schmirgel-Effekt, gleichzeitig werden Farbpartikel gebunden und danach mit der Zahncreme wieder ausgespuckt. Außerdem sind Aktiv-Kohle-Zahncremes gut für die Mundgesundheit, weil sie Giftstoffe aufnehmen.

7. Schall-Zahnbürsten

Bekannte Hersteller von elektrischen Zahnbürsten haben auch Schallzahnbürsten in ihr Sortiment aufgenommen.

Anders als bei einer herkömmlichen elektrischen Zahnbürste dreht sich der Bürstenkopf nicht, sondern schwingt in einer hohen Frequenz. Verfärbungen werden also in Schwingung versetzt und von der Zahnoberfläche abgesprengt. Schallzahnbürsten haben einen tiefenreinigenden Effekt, auch wenn das Vibrieren am Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist.

8. Bleaching

Wenn die Zähne von zu viel Rauchen dunkelgelb verfärbt sind, handelt es sich nicht mehr um oberflächliche Ablagerungen.

Die gelben Farbpartikel sind tief im Zahnschmelz eingelagert und können deshalb nicht mehr allein durch Putzen entfernt werden. Hier kann ein professionelles Bleaching hilfreich sein, da hier der Zahnschmelz bis in tiefere Schichten aufgehellt wird.

Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder lesen Sie hier alles nach, was Sie über Zahn-Bleaching wissen müssen.

9. Ästhetische Zahnmedizin

Sind Raucherzähne so sehr verfärbt, dass man sie nicht mehr aufhellen kann, sprechen Sie mit ihrem Zahnarzt über die Möglichkeiten der ästhetischen Zahnmedizin.

In Betracht kommen Veneers; das sind dünne Kunststoff- oder Keramik-Schalen, die von außen auf die Zähne aufgeklebt werden. Die Zähne erscheinen weißer und gepflegter. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Wunsch nach weißen Zähnen mit Ihrem Zahnarzt zu besprechen, er wird Ihnen gerne bei der Erfüllung Ihres Wunsches helfen.

10. E-Zigaretten

Zwar können E-Zigaretten Ihre Zähne nicht wieder aufhellen, aber sie können verhindern, dass es gar nicht erst zu den lästigen Verfärbungen kommt.

Da die E-Zigarette keinen Tabak enthält, werden die Zähne beim Rauchen auch weniger verfärbt. Ein positiver Nebeneffekt ist auch, dass Sie den Nikotin-Gehalt in E-Zigaretten langsam reduzieren können, das erleichtert die Zigaretten-Entwöhnung.

Ein abschließender Rat

Rauchen verfärbt nicht nur die Zähne, sondern fügt ihnen großen Schaden zu. Rauchen fördert die Entstehung von Parodontitis, einer schwerwiegenden Erkrankung, die Knochenschwund und Zahnverlust verursacht.

Die beste Methode, um ihre Zähne zu schützen, ist und bleibt also, das Problem „an der Wurzel zu packen“ und das Rauchen aufzuhören.

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